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`!ROSAT`! (`F33f`_`[Akronym`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Akronym]`_`f für `F33f`_`[Röntgensatellit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Röntgensatellit]`_`f) war ein als Röntgenobservatorium ausgelegter `F33f`_`[Satellit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Satellit_(Raumfahrt)]`_`f. Mit 2426 Kilogramm war er der bislang schwerste deutsche Satellit, kostete 560 Millionen DM (mit US- und britischer Beteiligung), war von 1990 bis 1999 in Betrieb und wurde am 23. Oktober 2011 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört.
>>Contents
• `F0af`_`[Aktive Zeit`#aktive-zeit]`_`f
• `F0af`_`[Wiedereintritt 2011`#wiedereintritt-2011]`_`f
• `F0af`_`[Entdeckungen`#entdeckungen]`_`f
• `F0af`_`[Siehe auch`#siehe-auch]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
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>>Aktive Zeit
ROSAT sollte ursprünglich mit einem `F33f`_`[Space Shuttle`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Space_Shuttle]`_`f ins All und auch wieder zur Erde zurücktransportiert werden. Nach dem `F33f`_`[Absturz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=STS-51-L]`_`f der `F33f`_`[Challenger`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Challenger_(Raumfähre)]`_`f wurde diese Planung zugunsten einer konventionellen Rakete geändert. ROSAT wurde mit einer `F33f`_`[Delta-II`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Delta_(Rakete)]`_`f am 1. Juni 1990 in die Umlaufbahn in 580 km Höhe mit einer `F33f`_`[Inklination`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bahnneigung]`_`f von 53° gebracht, war bis zum 12. Februar 1999 in Betrieb und überschritt dabei die ursprünglich geplante Missionsdauer von fünf Jahren deutlich. Zusätzlich zu einem vierfach geschachtelten `F33f`_`[Wolter-Teleskop`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wolter-Teleskop]`_`f (seine Spiegel galten lange laut `F33f`_`[Guinness-Buch der Rekorde`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Guinness-Buch_der_Rekorde]`_`f als die glattesten der Welt) im weichen und mittelharten `F33f`_`[Röntgenbereich`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Röntgenstrahlung]`_`f war ROSAT noch mit einem dreifach geschachtelten Wolter-Teleskop für den `!E`!xtremen `!U`!ltra`!v`!iolett-Bereich (`F33f`_`[EUV-Bereich`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Extrem_ultraviolette_Strahlung]`_`f) ausgerüstet. Die Instrumente umfassten diverse Teilchenzähler, einen hochauflösenden Detektor für Röntgen- und UV-Strahlung (High Resolution Imager, HRI) und eine Weitwinkelkamera (Wide Field Camera, WFC). Der Satellit wurde vom `F33f`_`[DLR`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Deutsches_Zentrum_für_Luft-_und_Raumfahrt]`_`f in `F33f`_`[Oberpfaffenhofen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oberpfaffenhofen]`_`f bei München kontrolliert. Die wissenschaftliche Führung lag beim `F33f`_`[Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Max-Planck-Institut_für_extraterrestrische_Physik]`_`f. ROSAT wurde unter der Systemführung der `F33f`_`[Dornier`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dornier-Werke]`_`f-System GmbH in `F33f`_`[Friedrichshafen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Friedrichshafen]`_`f unter Beteiligung nationaler (`F33f`_`[Carl Zeiss`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Carl_Zeiss_(Unternehmen)]`_`f), amerikanischer und britischer Unternehmen gebaut.
Mit ROSAT wurde der gesamte Himmel im Röntgenbereich durchmustert.`:cite-ref-ref-1-1-0[`F5bf`_`[1`#cite-note-ref-1-1]`_`f] Es wurden dabei 125.000 neue `F33f`_`[Röntgenquellen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Röntgenquelle_(Astronomie)]`_`f und 479 EUV-Quellen entdeckt.`:cite-ref-ref-2-2-0[`F5bf`_`[2`#cite-note-ref-2-2]`_`f]
Zu den wichtigsten Entdeckungen gehören die Auflösung der kosmischen Röntgenhintergrundstrahlung in die Emission von `F33f`_`[Quasaren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Quasar]`_`f und anderen aktiven `F33f`_`[Galaxien`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Galaxie]`_`f, die Entdeckung von `F33f`_`[Neutronensternen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Neutronenstern]`_`f, die ausschließlich thermisch strahlen, die Röntgenstrahlung des Kometen `F33f`_`[Hyakutake`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=C/1996_B2_(Hyakutake)]`_`f 1996 sowie Dutzende neuer `F33f`_`[Supernovaüberreste`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Supernova]`_`f. Auch konnte eine Röntgenquelle an der Stelle der `F33f`_`[Supernova 1987A`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Supernova_1987A]`_`f in der `F33f`_`[Großen Magellanschen Wolke`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Große_Magellansche_Wolke]`_`f gefunden werden. Ebenfalls im Blickfeld des sehr erfolgreichen Weltraumobservatoriums standen `F33f`_`[Galaxienhaufen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Galaxienhaufen]`_`f, `F33f`_`[Röntgendoppelsterne`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Röntgendoppelstern]`_`f, `F33f`_`[Pulsare`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pulsar]`_`f und `F33f`_`[Schwarze Löcher`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schwarzes_Loch]`_`f. ROSATs zeitliche Auflösung ermöglichte selbst die zeitliche Trennung des `F33f`_`[Krebsnebelpulsars`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Krebsnebel]`_`f. ROSAT entdeckte auch, dass der `F33f`_`[Mond`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mond]`_`f Röntgenstrahlung der `F33f`_`[Sonne`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sonne]`_`f reflektiert.
1998 erlitt ROSAT mehrere Defekte, die seine Verwendbarkeit erheblich beeinträchtigten. Am 25. April 1998 fiel der primäre Sternsensor des Röntgenteleskops aus. Die daraus resultierende Fehlausrichtung führte zur Überhitzung durch die Sonnenstrahlung.`:cite-ref-ref-3-3-0[`F5bf`_`[3`#cite-note-ref-3-3]`_`f] Am 20. September kam es durch Sättigung eines `F33f`_`[Drallrades`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Drallrad]`_`f erneut zu einer Fehlausrichtung, die den HRI direkt der Sonne aussetzte und schwer beschädigte. Nachdem der Treibstoff für die Lageregelung ebenfalls fast aufgebraucht war, wurde ROSAT am 12. Februar 1999 abgeschaltet.`:cite-ref-ref-4-4-0[`F5bf`_`[4`#cite-note-ref-4-4]`_`f] Der Satellit befand sich ab diesem Zeitpunkt in einem langsam absinkenden Orbit.
Entgegen anderer Spekulationen`:cite-ref-ref-5-5-0[`F5bf`_`[5`#cite-note-ref-5-5]`_`f]`:cite-ref-ref-6-6-0[`F5bf`_`[6`#cite-note-ref-6-6]`_`f] war jedoch laut NASA ein bekanntgewordener Hackerangriff auf das Goddard Spaceflight Center zu dieser Zeit nicht ursächlich für die zuvorgenannten Störungen.`:cite-ref-7[`F5bf`_`[7`#cite-note-7]`_`f]
>>Wiedereintritt 2011
Die Berechnungen des DLR und anderer Stellen hatten ergeben, dass der Satellit beim `F33f`_`[Wiedereintreten in die Atmosphäre`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wiedereintritt]`_`f aufgrund seiner großen Masse und der kompakten Bauteile aus hitzebeständigen Materialien, darunter Spiegel aus Zerodur, nicht vollständig `F33f`_`[verglühen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Verglühen]`_`f werde.`:cite-ref-ref-7-8-0[`F5bf`_`[8`#cite-note-ref-7-8]`_`f] Da ROSAT über kein Triebwerk verfügte, bestand keine Möglichkeit, ihn gezielt zum Absturz zu bringen.
In den 1980er Jahren, als ROSAT entworfen und gefertigt wurde, wurden für Satelliten üblicherweise keine besonderen Vorkehrungen für ein vollständiges Verglühen beim Wiedereintritt getroffen. Erst ab Ende der 1990er war es möglich, das Zerbrechen und Verglühen von Satelliten beim Wiedereintritt zu berechnen, zum Beispiel mit der Software `*SCARAB`* (`*Space Craft Atmospheric Re-entry and Aero-thermal Break up`*), die 1995 von der `F33f`_`[ESA`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Europäische_Weltraumorganisation]`_`f in Auftrag gegeben wurde.`:cite-ref-ref-8-9-0[`F5bf`_`[9`#cite-note-ref-8-9]`_`f]`:cite-ref-ref-9-10-0[`F5bf`_`[10`#cite-note-ref-9-10]`_`f] SCARAB ermittelt hierbei auch den Einschlagbereich und das resultierende Schadensrisiko. Im Falle von ROSAT musste für diese Berechnungen zuerst die Hitzebeständigkeit der `F33f`_`[Glaskeramik`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Glaskeramik]`_`f `F33f`_`[Zerodur`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Zerodur]`_`f und anderer Werkstoffe im Labor ermittelt werden, um das Verhalten des Satelliten in der Atmosphäre zu simulieren.`:cite-ref-ref-10-11-0[`F5bf`_`[11`#cite-note-ref-10-11]`_`f]
Vom DLR wurden Zeit und Ort des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre mit 23. Oktober 2011, 01:50 UTC (3:50 Uhr MESZ) über dem `F33f`_`[Golf von Bengalen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Golf_von_Bengalen]`_`f angegeben.`:cite-ref-ref-11-12-0[`F5bf`_`[12`#cite-note-ref-11-12]`_`f] Von space-track.org wurden die Wiedereintrittskoordinaten mit `:wiedereintrittsort-rosat`a7° N, 90° O790 (`F33f`_`[Indischer Ozean`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Indischer_Ozean]`_`f westlich der `F33f`_`[Nikobaren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nikobaren]`_`f) angegeben. Als Absturzzeit wird hier 01:50 UTC ± 7 min genannt. Bestätigte Meldungen über das Erreichen der Erdoberfläche oder Schäden durch Trümmer liegen nicht vor.
>>Entdeckungen
• `F33f`_`[Quipu`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Quipu_(kosmische_Superstruktur)]`_`f
>>Siehe auch
• `F33f`_`[Sternwarte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sternwarte]`_`f
• `F33f`_`[Röntgenteleskop`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Röntgenteleskop]`_`f
• `F33f`_`[Atmosphäreneinfang`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Atmosphäreneinfang]`_`f
>>Literatur
• Joachim Trümper `*Der Röntgensatellit Rosat`*, Physikalische Blätter, Band 46, 1990, S. 137–143, doi:10.1002/phbl.19900460502
• Trümper `*Die Erkundung des Himmels mit dem Röntgensatelliten ROSAT`*, Physikalische Blätter, Band 47, 1991, S. 29–33, doi:10.1002/phbl.19910470109
• Trümper `*ROSAT-Zwischenbilanz – ein neues Bild des Himmels`*, Physikalische Blätter, Band 50, 1994, S. 35–42, doi:10.1002/phbl.19940500111
• Trümper `*Astrophysik: ROSAT und seine Nachfolger: Der Forschungssatellit ROSAT hat die Röntgenastronomie revolutioniert`*, Physikalische Blätter, Band 55, 1999, S. 45–49, doi:10.1002/phbl.19990550910
• M. Sterzik `*Rosat und die Sternentstehung in der Milchstraße`*, Physikalische Blätter, Band 53, 1997, S. 539–541, doi:10.1002/phbl.19970530612
>>Weblinks
Commons
: ROSAT
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews: ROSAT
– in den Nachrichten
• Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik: Die ROSAT-Mission (englisch)
• Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik: Die ROSAT-Himmelsdurchmusterung (englisch)
• Raumzeit-Podcast 23 und 24: ROSAT ROSAT-Wiedereintritt
>>Einzelnachweise
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`:cite-note-ref-3-3`!3.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-ref-3-3-0]`_`f `*ROSAT Status Report #166: ROSAT NEWS No. 60 & ROSAT AO9 Announcement.`* NASA, 14. Mai 1998, abgerufen am 15. September 2023 (englisch).
`:cite-note-ref-4-4`!4.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-ref-4-4-0]`_`f `*The Last Days of ROSAT.`* Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Februar 2011; abgerufen am 12. Juni 2010 (englisch): „ROSAT turned off on 12-Feb-1999 at 09:18:52 UT“
`:cite-note-ref-5-5`!5.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-ref-5-5-0]`_`f Mark Wess, ASAT Goes Cyber. The loss of an X-ray satellite in 1998 portended a new era in antisatellite threats, Proceedings, US Naval Institute, Februar 2021
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